In Chandolin-St.-Luc wurde für die Wintersaison 2020/2021 in Höhe von 5,75 Millionen SFr. investiert.

Der größte Teil davon, nämlich 3,8 Mio. SFr. gingen in den Ersatz des alten 3er Sesseliftes "Le Rotzé" durch eine neue Anlage.

Ein fixgeklemmter 4er-Sessellift auf veränderter und verkürzter Trasse (863 m statt bisher 1.520 m Länge) entstand, wodurch die Fahrzeit von 17 auf 6 Minuten verkürzt werden konnte.
Die Talstation ("Spannstation") entstand im Bereich "Les Cohards" auf ca. 2.220 m Höhe verfügt und über ein Einstiegsförderband.
Die Bergstation ("Antriebsstation") kam neben der Bergstation der kuppelbaren 6er Sesselbahn "La Forêt" zu stehen.

Die Finanzierung der neuen Anlage wurde ohne Aktienkapitalerhöhung und Hilfe der Gemeinde Anniviers gesichert.
Hersteller der Anlage ist Poma-Baco mit einer Unifix Variante.

Die Konzession des neuen Sesselliftes wurde am 18. Juni 2020 erteilt.
Die Tiefbauarbeiten an den beiden Stationen und den Stützen wurden von der Firma Epiney Construction SA durchgeführt. Die Montage des elektromechanischen Teils von Baco-Poma erfolgte ab August.
Der alte 3er Sessellift wurde im Herbst 2020 abgebaut, wobei die alte Talstation in einen Lagerraum umgewandelt wurde und die alte Bergstation nun als Erste-Hilfe-Raum genutzt wird.

    

In diesem Bereich wird die Talstation des neuen 4er Sessellifts entstehen.

    

Projekt-Tafel der geplanten Anlage.

    

Talstation und Trasse des neuen 4er Sesselliftes "Du Rotzé".

Ehemalige Talstation des 3er Sesselliftes "Le Rotzé".

 

Daten der geplanten Anlage:

Seilbahntyp: 4-CLF Unifix
Höhe der Talstation: 2.226 m
Höhe der Bergstation: 2.597 m
Höhendifferenz: 371 m
Horizontale Streckenlänge: 765 m
Schräge Streckenlänge: 863 m
Mittlere Steigung: 49%
Maximale Steigung: 66 %
Anzahl der Stützen: 10
Förderseildurchmesser: 40 mm
Spurbreite: 4,90 m
Förderseilhersteller: Fatzer AG
Anzahl der Sessel:  66
Abstand der Sessel:  26,74 m
Sesselfolgezeit: 10,3 s (bei 2,6 m/s)
Sesselmodell: Eezii 4
Förderleistung: 1.400 Pers./h.
Fahrzeit: 6 Minuten
Fahrgeschwindigkeit:  2,6 m/s
Hersteller: Poma-Baco
Kosten: 3,8 Mio. SFr.

 

In diesem Zuge wurde wegen des zu erwartenden größeren Andrangs die Förderleistung der kuppelbaren 4er Sesselbahn "Le Tsapé" von 1000 Pers./h. auf 1.400 Pers./h. erhöht.
16 neue Sessel wurden hinzugekauft und die bestehenden älteren Sessel wurden renoviert und mit Komfortsitzen ausgestattet.
Diese Maßnahmen gingen mit 420.000 SFr. zu Buche.

    

Facelift für die Sessel der kuppelbaren 4er Sesselbahn "Le Tsapé".

 

Desweiteren wurde der Fuhrpark der Schneeraupen modernisiert. So wurde eine neue Windenmaschine für die Pistenpräparierung gekauft.

 

Der sogenannte "Tignousa Planet Park" entstand: ein großer Abenteurspielplatz zum Thema "Sonnensystem".
Der Spielplatz wurde auf dem Dach der im Jahre 2019 errichteten Werksgaragen auf Tignousa
am Beginn des "Planetenwanderweges" platziert. So stehen für die Kinder Rutschen, Seilrutschen, Schaukeln, Hochebenen und Informationstafeln zum Sonnensystem zur Verfügung.
Die Arbeiten wurden von der Fachfirma Rudolf Spielplatz AG ausgeführt. Die Investition kostete über 200.000 SFr..

    

Viel Spaß für die Kleinen - der neue Fun-Spielplatz auf Tignousa.

 

Der letzte Teil der beliebten "Prilet-Piste" wurde erweitert, umgeformt und modelliert. Das künstliche Beschneiungssystem wurde modernisiert. Die Entwaldung wurde im Juni 2020 abgeschlossen.

 

An der ehemaligen Talstation des 3er Sesselliftes "Le Rotzé" in Chandolin wurde eine neue Bar errichtet: Die "Rotsé Bar", an der man auch etwas Après-Ski genießen kann.

Neue "Rotsé Bar" bei der Talstation der 4er Sesselbahn "Le Tsapé".

 

Wegen der Erhöhung der Skifahrerzahlen in Zinal wurde die alte 70er-Pendelbahn „Zinal-Sorebois“ mit einer Kapazität von 700 Pers./h. durch eine 10er-Sitz-Gondelbahn mit einer Kapazität von 1.800 Pers./h. im Sommer 2020 ersetzt. Zinal ist somit in 6,5 Minuten mit Sorebois verbunden.

Die Bahn wurde etwa auf der gleichen Trasse wie die alte Pendelbahn gebaut, da hierfür nur wenige Eingriffe in die Natur getätigt werden müssen, wobei die Talstation südlich an das alte Talstationsgebäude angebaut wurde und die neue Bergstation nördlich der bestehenden Pendelbahn-Station errichtet wurde.
In der Talstation werden die Kabinen unterirdisch garagiert.
Die alte Pendelbahn wurde mit Beginn der Bauarbeiten der neuen 10er Gondelbahn abgebaut.

Die Gondelbahn kostete ca. 14 Millionen SFr., wovon 9,1 Mio. SFr. für den elektromechanischen Teil der Anlage, etwa 0,85 Mio. SFr. auf Erdarbeiten und Fundamentarbeiten, 2,8 Mio. SFr. für den Umbau der Stationen und 1,25 Mio. SFr. für andere Arbeiten eingeplant waren.

Auch die zweite Sektion der 10er Gondelbahn bis zur Bergstation der 125-Pendelbahn "Grimentz-Tzarmettaz" ("La Vuarda") wurde realisiert.
Diese Bahn ersetzt dann auch den Skilift "Combe". So gelangen Skifahrer dann in knapp 10 Minuten vom Tal bis zur Verbindungs-Pendelbahn "Grimentz-Tzarmettaz". Auch für Fußgänger im Winter und den Sommertourismus ist diese Anlage eine absolute Attraktivitätssteigerung da man ohne Laufen zwischen den Orten Zinal und Grimentz verkehren kann und das geplante Restaurant "Espace Weisshorn" (La Vuarda) leicht erreichen kann.
Die beiden Sektionen haben einen gemeinsamen Antrieb 887 kW mit einem Getriebe (GPW-300), sodass ein getrennter Betrieb der beiden Sektionen nicht möglich sein wird.
In der Mittelstation gibt es eine Abknickung der Trasse um 17,54 ° nach rechts.
Die zweite Sektion überquert die Talstation des Skilift "Remointze" und kreuzt die Skiliftrasse des "Tzarmettaz".
Ein Nachtbetrieb ist ebenso wie die Berg- und Talfahrt von Skifahrern und Fussgängern möglich.
Die roten CWA-Kabinen sind mit Skiköchern außen an den Kabinen ausgestattet.

Ein neuer blauer Pistenabschnitt stellt den Anschluss von der Bergstation "La Vuarda" an die bestehende blaue Abfahrt "Combe" her.

Durch dieses Bauvorhaben hat man die geplante Sesselbahn „Tzarmettaz“ zeitlich zurückgestellt.

Plakat zum Bau der neuen 10er Gondelbahn "Zinal-Sorebois-La Vuarda".

 

Daten der geplanten Anlage:

Sektion 1 ("Zinal-Sorebois")

Sektion 2 ("Sorebois-La Vuarda")

Seilbahntyp:

10MGD

 10MGD

Höhe der Talstation:

1.663 m

 2.438 m

Höhe der Bergstation:

2.438 m

 2.687 m

Höhenunterschied:

775 m

 249 m

Horizontale Streckenlänge:

1.691 m

 828 m

Schräge Streckenlänge:

1.867 m

 868 m

Mittlere Steigung:

45,8 %

 30,1%

Maximale Steigung:

             80,3 % (nahe Stütze 4)

 

Anzahl der Stützen:

9

 6

Förderseildurchmesser:

56 mm

 56 mm

Spurbreite:

6,4 m

 6,4 m

Förderseilhersteller:

Fatzer AG

 Fatzer AG

Anzahl der Gondeln: (rot)

             59 (+1 Wartung)

 

Förderleistung:

1.800 Pers./h.

 1.800 Pers./h.

Fahrzeit:

6,5 Minuten

 2,5 Minuten

Fahrgeschwindigkeit:

6,0 m/s

 6,0 m/s

Auffahrseite:

links

 links

Hersteller:

Garaventa-Doppelmayr (D-Line)

 Garaventa-Doppelmayr (D-Line)

Kosten:

ca. 14 Mio. SFr.

 ca. 5,5 Mio. SFr.

 

 

Bilder vom Bau der neuen 10er Gondelbahn "Zinal-Sorebois-La Vuarda" (zum Vergrößern anklicken):

 

 

Bilder von der neuen 10er Gondelbahn "Zinal-Sorebois-La Vuarda" (zum Vergrößern anklicken):

 

Reste der abgebauten 70er Pendelbahn "Zinal-Sorebois".

 

Die "Bar-A-Pente" in Zinal wurde um einen provisorischen Restaurat-Anbau samt Holzterrasse erweitert.

Neue Terrassse bei der "Bar-A-Pente" in Zinal.

 

Die "Bar-Télépherique" an der Talstation in Zinal wurde aus den beiden alten Kabinen der Pendelbahn "Zinal-Sorebois" gebaut. Hier kann man Drinks genießen und am Abend Après-Ski feiern.

"Bar Télépherique" neben der Talstation der neuen 10er Gondelbahn in Zinal.

 

 

Im Zuge des Neubaus der 10er Gondelbahn "Zinal-Sorebois-Espace Weisshorn" wurde der Vorplatz an der Gondelbahn, ebenso wie die Parkplätze auf der Talstations-Seite und die Ortsdurchfahrt in Zinal erneuert.
Es wurden auch fünf neue Tafeln mit den Viertausender-Hausbergen in Anlehnung an den Straßennamen "Rue du Cinq 4000" installiert.

Das Bild der Ortsdurchfahrt in Zinal hat sich geändert.

 

 

Damit der Sicherheitsabstand zur neuen, über dem Skilift "Remointze" verlaufenden 10er Gondelbahn "Zinal-Sorebois-La Vuarda" eingehalten werden kann, wurden die 2 bisherigen Bühler-Liftstützen durch 3 neue Stützen ersetzt.

     

Die neuen Stützen 1, 2, und 3 am Skilift "Remointze".

 

In Grimentz wurde für den Winter 2020/2021 die Zufahrtspiste zur Talstation der letztjährig gebauten, neuen 6er Sesselbahn "Col du Pouce" in großem Rahmen neu gebaut.
Unterhalb der bisherigen Zufahrt wurde mit Hilfe von 68 LKW-Ladungen Baumstämmen eine geeignetere Zufahrt angelegt.

    

Neue Zufahrt zur kuppelbaren 6er Sesselbahn "Col du Pouce" in Grimentz (von unten gesehen) rechts der Gondelban Stütze (links davon die alte Zufahrt).



An der ehemaligen Bergstation des Doppelsesselliftes "Les Crêts" wurde eine neue Bar "The Box" bestehend aus einem Container, sowie einer Terrasse mit Plätzen zum Trinken und Essen von ""Nudeln To-Go"  erstellt.

 

In Vercorin realisierte man für den Winter 2020/2021 ein Förderband "Zauberteppich" um vom Skilift "Les Chardons" zurück auf den "Crêt du Midi", also zum Bergrestaurant und zur Bergstation der 10er-Gondelbahn, zu gelangen.

Somit müssen die Familien und Anfänger nicht zwingend die Piste Richtung Mittelstation oder den Skilift "Crêt du Midi" nehmen, um wieder den Gipfel zu erreichen, bzw. um ins Tal zu gelangen.

Hierfür waren Kosten in Höhe von 400.000 SFr veranschlagt.

Ungefährer Verlauf des geplanten "Minigliss" in Vercorin.

     

Neues "Minigliss" in Vercorin zurück zur Bergstation der 10er Gondelbahn auf den "Crêt-du-Midi".